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Liebe Freunde der Geschichte der Psychoanalyse,

am Montag, den 10. März 2008, findet die dritte Veranstaltung der diesjährigen Reihe Aktuelle Themen der Psychoanalysegeschichte statt, die vom Berliner Forum für Geschichte der Psychoanalyse und von der Zeitschrift LUZIFER-AMOR organisiert wird.

Diesmal wird ein Film vorgeführt, als Berliner Premiere.

Der Psychoanalytiker und Filmemacher Dieter M. Adler (Bonn) hat Paul Parin im Herbst 2005 besucht und dabei einen Dokumentar-Film gedreht, der den Vater der Ethnopsychoanalyse auch in seinen ganz privaten Seiten zeigt:

Paul Parin:
„Wir waren zu jung, um den Rest unseres Lebens hinter der Couch zu verbringen”


Ein Zimmer, eine Couch, ein Aschenbecher, eine Packung Gitanes, der Blick auf den Zürich-See ist durch den Zigaretten-Rauch verhangen. Paul Parin steht kurz vor seinem 90. Geburtstag, als ihn das Filmteam um Dieter M. Adler besucht. Sein Körper ist langsam geworden, sein Geist ist immer noch hellwach und messerscharf. Legt er einmal los, gibt es kein Halten mehr – die Geschichten, Erinnerungen und Weisheiten sprudeln aus ihm heraus, als hätten sie darauf gewartet, hinter seinen schlauen Augen aufgeweckt zu werden. Parin, in Slowenien geboren, war schon früh ein rastloser, kritischer Mensch, den es aus der Sicherheit, aber auch Enge der bürgerlichen und später der psychoanalytischen Existenz in die Ferne trieb. Zunächst verschlingt er Bücher -- es gibt keine andere Möglichkeit dem elterlichen Landgut zu entfliehen. Als er mit 17 ein Fahrrad bekommt, kann ihn nichts mehr aufhalten. Er erkundet die Gegend, schließt sich den ersten jugendlichen Antifaschisten an. Nach dem Medizinstudium geht er zu Titos Partisanenkämpfern. In dieser Zeit lernt er seine genauso rastlose und unkonventionelle Lebensgefährtin Goldi Matthèy sowie den Freund und langjährigen Wegbegleiter Fritz Morgenthaler kennen ...

Veranstaltungsort:
FUNDUS Antiquariat und Buchhandlung
(Knesebeckstr. 20/21, 10623 Berlin; zwischen Savignyplatz und Goethestraße);
Beginn 20.15 Uhr.
Es wird ein Eintritt von 5 Euro (erm. 3 Euro) erhoben.

Ludger M. Hermanns
Michael Schröter

 

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