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Monolog von Liv Hege Nylund mit Musik von Asgeir Skrove
nach dem Roman SABINA von Karsten Alnaes

Aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs, Aufführungsrechte: Whale Songs, Hamburg

Deutsche Erstaufführung

Erika Eller – Schauspielerin
Uwe Streibel – Klavier
Ilona Zarypow – Regie
Idee und Projektleitung: Erika Eller

Sabina Spielrein

Die Schauspielerin Erika Eller eröffnet ihre Reihe mobile monologe mit der deutschen Erstaufführung von SABINA SPIELREIN, einem Monolog von Liv Hege Nylund nach dem Roman SABINA des norwegischen Autors Karsten Alnaes (Neuauflage 2006 unter dem Titel „Als sie mit C.G.Jung tanzte“). Das Stück zeigt den Weg einer ungewöhnlichen Frau: Sabina Spielrein (1885-1942), russische Jüdin aus Rostow am Don, kam 1904 als Patientin zu C.G. Jung nach Zürich, studierte nach ihrer Genesung Medizin, wurde seine Geliebte. Ihre wissenschaftliche Arbeit führte sie nach Wien zu Sigmund Freud. Über Berlin, München, Genf ging sie 1923 nach Moskau, wo sie Leitung eines Instituts für psychotische Kinder über- tragen bekam. Nach dessen Schließung kehrte sie nach Rostow zurück, wo sie nach dem Verbot der Psychoanalyse in der Sowjetunion weiter als Ärztin tätig war. Im August 1942 wurde sie mit Ihren beiden Töchtern und anderen jüdischen Einwohnern vom SS-Sonderkommando 10a erschossen.

Ihr Schicksal war weitgehend vergessen, bis 1977 in einem Keller im Palais Wilson in Genf ein Koffer mit persönlichen Dokumenten gefunden wurde...

Das Stück schildert in einer collage-artigen Szenenfolge Etappen aus ihrem Leben: ihre Kindheit in Russland, ihren Weg von der Patientin zur Wissenschaftlerin, von der Geliebten zur Ehefrau und Mutter. Ein rastloses, leidenschaftliches, von der Liebe zur Wissenschaft geprägtes Leben zwischen Ost und West, Psychoanalyse und Sozialismus.

Mittwoch, 30. Mai 2007, 20 Uhr
Mittwoch, 13. Juni 2007, 20 Uhr

Südwestkorso 64,
12161 Berlin
Telefon 030 / 821 20 21
Email: Info@Kleines-Theater.de
www.kleines-theater.de
Eintritt: 15€/ 20€, erm. 10€

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